Antrag Zuschuss Überbrückungshilfe

Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschuss aus Bundesmitteln, der für alle Branchen in Frage kommt.

Die Anträge auf Überbrückungshilfe können nur durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer gestellt werden.

Unsere Steuerberater sind damit berechtigt, den Antrag für Sie zu stellen, auch wenn Sie nicht Mandant in unserer Kanzlei sein sollten. Sie gehen mit uns keinen über die Zuschussbeantragung hinausgehenden Beratungsvertrag ein!

Kontaktieren Sie uns per E-Mail oder telefonisch!

Unsere Steuerberater erklären die Überbrückungshilfe im Video

Im Gespräch mit unserem Kooperationspartner, dem Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Herrn André Stämmler, erklärt unser Steuerberater Ronald Enke die Überbrückungshilfe in einem Video.

Fragen zum Antrag des Zuschuss auf Überbrückungshilfe

Wir möchten Ihnen hier Antworten auf drängende und häufige Fragen zur kurzfristig eingeführten Überbrückungshilfe im Jahr 2020 im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung geben.

Wer ist antragsberechtigt?
  • Unternehmen und Freiberufler aus allen Branchen, auch aus der landwirtschaftlichen Urproduktion
  • soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren
  • die Geschäftstätigkeit wurde in Folge der Corona- Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen eingestellt – das gilt, wenn der Umsatz im Durchschnitt der Monate April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt in April und Mai 2019 zurückgegangen ist.
  • Tätigkeit in Deutschland oder in einer deutschen Betriebsstätte

Das Unternehmen darf sich am 31. Dezember 2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben.

Soloselbstständige und Freiberufler müssen im Haupterwerb tätig sein, d.h., sie müssen im Jahr 2019 mindestens 51% der Summe der Einkünfte aus unternehmerischer Tätigkeit erzielt haben.

Bei GbRs, OHGs und KGs ohne Angestellte muss zumindest ein Gesellschafter im Haupterwerb für das Unternehmen tätig sein.

Freiberufler und Soloselbstständige, die wegen Elternzeit ihre Selbständigkeit vom Haupterwerb in den Nebenerwerb umgestellt haben, sind von der Hilfe ausgeschlossen.

Unternehmen mit Beschäftigten sind auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Nebenerwerb geführt werden.

Auch Vermieter von Immobilien und Grundstücken können von dem Zuschuss profitieren, wenn auch bei diesen ein Umsatzrückgang vorliegt und die Vermietung der Haupterwerb des Vermieters darstellt.

Zum Antrag berechtigt sind von der Corona-Krise betroffene gemeinnützige Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind (z. B. Jugendbildungsstätten, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, Familienferienstätten). Bei diesen gemeinnützigen Organisationen wird statt auf die Umsätze auf die Einnahmen (einschließlich Spenden und Mitgliedsbeiträge) abgestellt.

Antragsberechtigt sind auch Profisportvereine, soweit sie die Antragskriterien erfüllen.

Kann der Antrag auch gestellt werden, wenn das Unternehmen in 2019 gegründet wurde?

Ja, auch dann kann der Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt werden.

Bei Unter­nehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Kann der Antrag ohne Steuerberater gestellt werden?

Nein, der Antrag kann ausschließlich nur durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer ode rvereidigten Buchprüfer erfolgen. Wir helfen Ihnen dabei gerne – auch wenn Sie noch kein Mandant unserer Kanzlei sind. Kontaktieren Sie uns unter den unten angegebenen Kontaktdaten!

Wie ist bei mehreren zusammenhängenden Unternehmen vorzugehen?

Für verbundene Unternehmen darf nur ein Antrag für alle verbundenen Unternehmen insgesamt gestellt werden.

Unternehmen, die durch eine Person oder eine Gruppe von Personen miteinander in abhängigen Beziehungen stehen, sind zusammen zu betrachten, wenn diese Unternehmen ganz oder teilweise in demselben Markt oder in benachbarten Märkten tätig sind.

Bis wann kann der Antrag gestellt werden?

Die Antragsfrist endet am 31. August 2020.

Wie hoch ist der Zuschuss?
  • Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten: 9.000 EUR
  • Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten: 15.000 EUR

bei mehr als 10 Beschäftigten: bis zu 150.000 EUR

In Einzelfällen und bei einer trifftigen Begründung können die Maximalbeträge bei Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern ggfls. sogar noch überschritten werden. Wir helfen Ihnen bei der Ermittlung!

Ein begründeter Ausnahmefall kann vorliegen, wenn die Überbrückungs­hilfe auf Grundlage der Fixkosten doppelt so hoch liegt wie der maximale Erstattungsbetrag. Sollte das der Fall sein, erhält das Unternehmen die hinausgehenden Fixkosten mit 40 Prozent (bei Umsatzausfall zwischen 40 und 70 Prozent) bzw. in Höhe von 60 Prozent (bei Umsatzausfall von mehr als 70 Prozent) erstattet.

Wie wird die Zahl der Beschäftigten ermittelt?

Stichtag für die Zahl der Mitarbeiter ist der 29. Februar 2020. Maßgeblich sind die Vollzeitäquivalente (VZÄ).

Dabei gilt folgendes:

  • Beschäftige bis zu 20 Stunden: Faktor 0,50
  • Beschäftigte bis zu 30 Stunden: Faktor 0,75
  • Beschäftigte über 30 Stunden: Faktor 1,00
  • Beschäftigte auf 450,00€ Basis: Faktor 0,30
  • Saisonarbeitskräfte, Arbeitskräfte in Mutterschutz/Elternzeit und andere vergleichbare Beschäftigte werden berücksichtigt, wenn sie am Stichtag beschäftigt waren.
  • Ehrenamtliche Beschäftige werden nicht berücksichtigt.
  • Der Inhaber gilt nicht als Beschäftigter

Ein Gesellschafter-Geschäftsführer ist als Beschäftigter zu zählen, wenn er sozialversicherungsrechtlich als angestellt eingestuft wird.

Was wird gefördert?

Gefördert werden mit der Überbrückungshilfe nur erstattungsfähige Fixkosten, wie zum Beispiel:

  • Mieten und Pachten für betriebliche Gebäude, Grundstücke und Räum­lich­keiten (Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer sind auch förderfähig, wenn diese in 2019 steuerlich angesetzt werden können). Kosten für private Räume sind nicht förderfähig.
  • sonstige laufende Mietkosten wie beispielwesie für Fahrzeuge und Maschinen
  • Zinsen für Kredite und Darlehen und die Zinsanteile bei Leasingraten
  • Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögens­gegenständen
  • Ausgaben für Gas, Strom, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
  • Grundsteuern
  • betriebliche Lizenzgebühren
  • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben (z.B. Kfz-Steuer, monatliche Kosten für Lohnbuchhaltung und Finanzbuchhaltung, IT-Wartungsverträge, IHK-Beitrag)
  • Kosten für Steuerberater, für die Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe
  • Kosten für Auszubildende
  • pauschale Personalaufwendungen im Förderzeitraum mit 10% der gesamten anderen Fixkosten (soweit kein Kurzarbeitergeld beantragt wurde)


Die aufgeführten Fixkosten müssen vor dem 1. März 2020 vertraglich festgestanden haben. Zur Berücksichtigung der besonderen Corona-Situation werden auch Hygienemaßnahmen berücksichtigt, die nicht vor dem 1. März 2020 begründet sind.

Wie wird die Förderung berechnet?

Mit der Überbrückungshilfe werden die Fixkosten mit folgendem Anteil erstattet:

  • 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
  • 50 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent
  • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 Prozent und unter 50 Prozent

im Leistungsmonat (Juni bis August 2020) im Vergleich zum Vorjahresmonat (Juni bis August 2019).

Bei Unternehmen, die zwischen dem 1.Juni 2019 und 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, werden die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Wenn der Umsatzrückgang in einem dieser Monate (Juni 2020 bis August 2020) bei weniger als 40 Prozent im Vergleich zum Umsatz des Vergleichsmonats (Juni 2019 bis August 2019) liegt, fällt die Überbrückungshilfe für den jeweiligen Leistungsmonat weg.

Ist der Zuschuss zurückzuzahlen?

Grundsätzlich ist der Zuschuss nicht zurückzuzahlen.

Stellt sich im Nachhinein aber heraus, dass der tatsächliche Umsatz in den Monaten Juni bis August 2020 höher war als bei Antragstellung erwartet wurde und ist deshalb zu viel Überbrückungshilfe ausgezahlt worden, muss diese zurückgezahlt werden.

Die Überbrückungshilfe ist aber zurückzuzahlen, wenn die Geschäftstätigkeit vor dem 31. August 2020 dauerhaft eingestellt wird.

Ist der Zuschuss zu versteuern?

Der Zuschuss als sogenannter echter Zuschuss als Einnahme bei der Einkommensteuer, bei der Körperschaftsteuer und bei der Gewerbesteuer zu versteuern. Umsatzsteuer fällt nicht an.

Ist ein Unternehmen antragsberechtigt, wenn es die Corona Soforthilfe nicht in Anspruch genommen hat?

Ja, auf andere Hilfen kommt es nicht an. Gleichgültig ob diese in Anspruch genommen worden sind und in Anspruch genommen hätten können.

Wie läuft der Antragsprozess konkret ab?

Der Zuschuss auf Überbrückungshilfe läuft in zwei Schritten ab:

Stufe 1 – Antrag

Antrag auf Überbrückungshilfe durch unsere Steuerberater mit Glaubhaftmachung eines Umsatzrückgangs für die einzelnen zu fördernden Monate Juni bis August 2020 sowie Abschätzung der voraussichtlichen Fixkosten. Auf der Basis der bei der Antragstellung gemachten Angaben erfolgt die Auszahlung der Überbrückungshilfe für die gesamten drei Monate.

Stufe 2 –

Nach Vorliegen der endgültigen Umsatzzahlen erfolgt der Nachweis

  • des Umsatzeinbruches für die Monate April und Mai 2020
  • der Umsatzzahlen für die Fördermonate Juni bis August 2020
  • der Fixkostenabrechnungen für Juni bis August 2020


Hierzu erfolgt im Nachgang gleichfalls über unser Steuerbüro eine Schlussabrechnung über die tatsächlichen Umsatzeinbrüche und angefallenen Fixkosten. Eventuell zu viel gezahlte Hilfen sind dann zurückzuzahlen. Eine nachträgliche Aufstockung der Überbrückungshilfen kann nicht erfolgen.

Wie verhält sich die Soforthilfe Corona zur neuen Überbrückungshilfe?

Wurde Soforthilfe in Anspruch genommen, ist das Unternehmen aber auch weiter von Umsatzeinbrüchen betroffen, besteht erneut eine Berechtigung auf den neuen Zuschuss.

Die Soforthilfe schließt die zeitgleiche Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe nicht aus, jedoch erfolgt bei Überschneidung der Förderzeiträume von Soforthilfe und Überbrückungshilfe eine anteilige Anrechnung der Soforthilfe auf die Überbrückungshilfe. Dabei wird für jeden sich überschneidenden Fördermonat ein Drittel der gezahlten Soforthilfe abgezogen. Für den Förderzeitraum der Soforthilfe zählt der volle Monat, in dem der Antrag auf Soforthilfe gestellt wurde, mit.

Beispiel:

  • Antragsdatum der Soforthilfe: 19. April 2020 -> damit ist Förderzeitraum: April bis Juni
  • Soforthilfe in Höhe von 9.000 EUR erhalten
  • damit wird die Überbrückungshilfe für den Juni um 3.000 EUR


Rückzahlungen der Corona-Soforthilfe dürfen berücksichtigt werden, soweit diese schon erfolgt sind bzw. wenn eine entsprechende Aufforderung existiert.

Was kostet die Antragsstellung durch unsere Steuerberater?

Für die Phase 1 (Antragstellung) berechnen wir eine Pauschalvergütung in Höhe von 300 EUR ab.

Wenn Sie die Überbrückungshilfe erhalten haben sollten und es ist ab September 2020 die Schlussabrechnung zu erstellen, rechnen wir diese mit 450 EUR ab (Phase 2).

Die anfallenden Kosten werden durch die Förderung mit berücksichtigt. Unsere Rechnung kann damit also bis zu 80% durch die Förderung abgdeckt sein.

Muss das Unternehmen bereits Mandant der ENKE Steuerberater sein?

Nein, Sie müssen noch nicht Mandant sein, damit wir den Antrag auf Überbrückungshilfe für Sie stellen. Gern begleiten wir Sie im Antragsverfahren auch, wenn Sie bereits bei einem anderen Steuerberater in Betreuung sind oder Ihre Steuererklärung und Buchhaltung bislang selbst erstellt haben.

Wenn wir den Antrag für Sie stellen, gehen Sie damit auch keine weiteren Verpflichtung bei uns ein. Sie können dann auch weiterhin die Steuererklärungen selbst fertigen oder durch einen anderen Steuerberater erstellen lassen.

Was benötigen wir von Ihnen?

Wenn unsere Steuerberater den Antrag auf Überbrückungshilfe stellen sollen, dann benötigen wir von Ihnen diverse Unterlagen. Die Erstprüfung, ob der Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt werden kann, ist für Sie kostenfrei.

für die Monate April 2019 + Mai 2019 sowie April 2020 + Mai 2020:

  • jeweils Umsatzsteuervoranmeldung;
  • wenn diese nicht vorhanden ist: betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
  • alternativ bei Einnahme-Überschuss-Rechnung: Kontoauszüge über eingegangene Umsätze

für die Monate Juni bis August 2020:

  • Umsatzsteuervoranmeldung; wenn diese nicht vorhanden ist:
  • Schätzung der Umsätze für die einzelnen Monate
  • alternativ bei Einnahme-Überschuss-Rechnung: Kontoauszüge über eingegangene Umsätze


Allgmeines:

  • Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder Bilanz für das Jahr 2019 (wenn noch nicht vorhanden: alternativ für das Jahr 2018)
  • Wenn vorhanden: Aufstellung über die beschäftigten Arbeitnehmer zum 29.02.2020 (mit Angabe der wöchentlichen Arbeitsstunden)
  • Wenn vorhanden: Bewilligungsbescheid über Kurzarbeitergeld
  • Bescheid über Corona-Soforthilfen, wenn diese beantragt und bewilligt worden sind

Unsere Steuerberater sollen den Antrag zur Überbrückungshilfe für Sie stellen?

Wenn wir für Sie den Antrag zum Zuschuss auf Überbrückungshilfe stellen dürfen, treten Sie mit uns in Kontakt.

Sie sind kein Mandant unserer Kanzlei? Kein Problem – gern stellen wir den Antrag auch für Unternehmen und Organisationen, die bislang noch nicht durch uns betreut werden. Sie gehen damit auch keinen weiteren Beratungsvertrag mit uns ein.

Beachten Sie, dass die anfallenden Kosten durch die Förderung mit abgedeckt sind, so dass Sie nur zu einem kleinen Bruchteil mit unserer Rechnung belastet werden würden.

 Die Prüfung, ob ein Antrag bei Ihnen überhaupt möglich ist, übernehmen wir kostenfrei.

Kann bei Ihnen ein Antrag gestellt werden, rechnen wir den erfolgten Antrag mit netto EUR 300 zzgl. 16 USt. (EUR 348 brutto) ab. Dieses Honorar berechnen wir nur, wenn wir den Antrag tatsächlich für Sie stellen können.

Nehmen Sie zunächst Kontakt mit uns auf, wir melden uns sehr schnell bei Ihnen!

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